Fish and Chips Rezept: Bierteig, doppelt frittierte Chips und Erbsenpüree
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Für Fish and Chips wie im Pub frittierst du dicke Kartoffelstäbchen zweimal – bei 150 °C und 175 °C – und ziehst festes Weißfischfilet durch eiskalten Bierteig, der bei 180 °C in 5–7 Minuten goldbraun aufgeht. Mit gutem Zeitplan stehen Fisch, Chips und Erbsenpüree gleichzeitig heiß auf dem Tisch.
Auf einen Blick: 4 Portionen · Arbeitszeit 30 Minuten · Gesamtzeit etwa 95 Minuten inklusive Wässern und Ruhen · 150 °C, 175 °C und 180 °C · Öl-Fritteuse mit 3–4 l Öl, Variante für die Heißluftfritteuse.
Zutaten
- 4 Kabeljau- oder Schellfischfilets ohne Haut, je 150–180 g und etwa 2 cm dick
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln
- 200 g Weizenmehl plus 3 EL zum Bestäuben
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Salz plus Salz zum Würzen
- 300 ml eiskaltes helles Bier (Lager oder Pale Ale)
- 3–4 l hitzestabiles Frittieröl, etwa raffiniertes Rapsöl
- 300 g TK-Erbsen, 20 g Butter, 4 Stiele Minze, Pfeffer
- Malzessig oder Zitronenspalten zum Servieren
Zubereitung
- Chips schneiden und wässern: Kartoffeln schälen, in 1,5 cm dicke Stäbchen schneiden und 30 Minuten in kaltem Wasser wässern. Anschließend sehr gründlich trocken tupfen.
- Vorfrittieren: Öl auf 150 °C erhitzen. Chips in 3 Portionen je 6–8 Minuten frittieren, bis sie weich, aber noch hell sind. Auf einem Gitter abtropfen und mindestens 15 Minuten abkühlen lassen.
- Erbsenpüree kochen: Erbsen in wenig Salzwasser 5 Minuten garen, abgießen, mit Butter und Minzblättern grob pürieren, salzen und pfeffern. Warm halten.
- Bierteig anrühren: 200 g Mehl, Backpulver und 1 TL Salz mischen, das eiskalte Bier zügig einrühren, bis ein dickflüssiger Teig ohne große Klümpchen entsteht. Nicht zu lange rühren. Bis zur Verwendung kalt stellen.
- Fisch vorbereiten: Filets trocken tupfen, leicht salzen und rundum dünn mit Mehl bestäuben. Das Mehl sorgt dafür, dass der Teig haftet.
- Fisch frittieren: Öl auf 180 °C erhitzen. Jedes Filet durch den Teig ziehen, abtropfen lassen und langsam vom Körper weg ins Öl gleiten lassen. Höchstens 2 Filets gleichzeitig 5–7 Minuten frittieren, einmal wenden. Auf einem Gitter abtropfen lassen und im Ofen bei 100 °C warm halten.
- Chips fertig frittieren: Öl auf 175 °C einstellen und die Chips portionsweise 3–4 Minuten goldgelb frittieren. Salzen und sofort mit Fisch, Erbsenpüree und Malzessig servieren.
Wichtig: Fettbrand niemals mit Wasser löschen. Deckel auflegen, Gerät ausschalten. Was im Notfall zu tun ist, erklärt der Ratgeber Fettbrand löschen.
Wer ohne Fritteuse im Topf arbeitet, braucht ein Thermometer, denn die drei Temperaturstufen sind entscheidend. Passende Modelle findest du unter Frittierthermometer ansehen*.
Welcher Fisch passt?
Klassisch sind Kabeljau (Cod) und Schellfisch (Haddock). Beide haben festes, weißes Fleisch, das in großen Lamellen zerfällt. Gute Alternativen sind Seelachs (Köhler) und Pollack. Achte auf ein MSC-Siegel und gleichmäßig dicke Stücke von etwa 2 cm, dann garen Teig und Fisch gleichzeitig durch. Lachs ist zu fett für Bierteig – er passt besser zu Lachs aus der Heißluftfritteuse.
Zeitplan für alles gleichzeitig
Die Reihenfolge entscheidet: Chips werden vorfrittiert, während der Fisch vorbereitet wird. Danach kommt der Fisch, zum Schluss die Chips ein zweites Mal, weil sie am schnellsten weich werden. Das Erbsenpüree hält sich problemlos warm. In einer Doppelfritteuse laufen Fisch und Chips parallel in getrennten Becken. Mehr zu den Schritten der Chips steht in Pommes selber machen, die Feinheiten des Teigs im Bierteig-Grundrezept.
Variante für die Heißluftfritteuse
Flüssiger Bierteig tropft in der Heißluftfritteuse durch den Korb. Paniere den Fisch stattdessen in Mehl, Ei und Panko, sprühe ihn mit Öl ein und gare ihn bei 200 °C 10–12 Minuten, nach der Hälfte wenden. Die Chips mit 1 EL Öl mischen, 15 Minuten bei 160 °C vorgaren, dann 10–12 Minuten bei 180 °C goldgelb fertig garen. Weitere Richtwerte stehen in den Garzeiten für die Heißluftfritteuse. Schneller geht es mit Fischstäbchen aus der Heißluftfritteuse.
Fehler und Lösungen
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Teig fällt vom Fisch | Fisch nass, nicht bemehlt | Trocken tupfen, dünn mit Mehl bestäuben |
| Teig fettig und blass | Öl zu kalt, zu viele Stücke | 180 °C halten, maximal 2 Filets |
| Teig wird nicht luftig | Bier warm, zu lange gerührt | Eiskaltes Bier, nur kurz verrühren |
| Chips weich | Nur einmal frittiert | Vorfrittieren, abkühlen, bei 175 °C fertig frittieren |
| Chips zu dunkel | Öl zu heiß | Höchstens 175 °C – das senkt auch die Acrylamidbildung |
Aufbewahren und Aufwärmen
Frisch schmeckt Fish and Chips am besten. Reste halten im Kühlschrank 1 Tag. Fisch und Chips in der Heißluftfritteuse bei 180 °C 4–5 Minuten aufwärmen, dann werden Teig und Chips wieder knusprig. Das gebrauchte Öl abkühlen lassen, filtern und kühl lagern; nach Fisch eignet es sich nur noch für Fisch. Weitere Gerichte aus dem Frittierbecken findest du in der Übersicht Rezepte für Fritteuse und Heißluftfritteuse.
Häufige Fragen
Welche Temperatur brauchen Fish and Chips?
Die Chips werden bei 150 °C vorfrittiert und bei 175 °C fertig frittiert. Der Fisch im Bierteig braucht 180 °C für 5–7 Minuten.
Kann ich den Bierteig ohne Alkohol machen?
Ja. Eiskaltes Mineralwasser mit viel Kohlensäure oder alkoholfreies Bier ergeben einen ähnlich luftigen Teig.
Was isst man zu Fish and Chips?
Klassisch Erbsenpüree, Malzessig und Salz, dazu oft Tartarsauce. Zitronenspalten sind eine mildere Alternative zum Essig.
Passend dazu
- Calamari frittieren
Tintenfischringe zart und knusprig frittieren.
- Frittieröl filtern
So hält das Öl nach dem Fischfrittieren länger.
- Frittiertemperatur
Die richtige Temperatur für jedes Frittiergut.