Donuts selber machen: Hefe-Donuts aus der Fritteuse
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Donuts selber machen gelingt mit einem weichen Hefeteig, zwei Gehzeiten und Öl mit konstant 170 °C: Die ausgestochenen Ringe frittierst du pro Seite 60–90 Sekunden, bis sie goldbraun sind und einen hellen Streifen in der Mitte zeigen. Mit Zuckerglasur oder Schokolade überzogen schmecken sie wie vom Bäcker.
Auf einen Blick:
- Portionen: 14–16 Donuts
- Arbeitszeit: 45 Minuten
- Gesamtzeit: etwa 2 Stunden 30 Minuten inklusive Gehzeiten
- Temperatur: 170 °C Öltemperatur
- Gerät: Öl-Fritteuse mit Thermostat oder Topf mit Thermometer
Zutaten
Für den Teig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 250 ml lauwarme Milch (etwa 35 °C)
- 7 g Trockenhefe oder 21 g frische Hefe
- 60 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Ei und 1 Eigelb (Größe M)
- 60 g weiche Butter
- ½ TL Salz
Zum Frittieren und Glasieren
- 2–3 l hitzestabiles Frittieröl, z. B. raffiniertes Rapsöl oder High-Oleic-Sonnenblumenöl
- 200 g Puderzucker mit 3–4 EL Milch oder Zitronensaft
- oder 150 g Zartbitterkuvertüre
- bunte Streusel nach Wunsch
Ein Thermometer ist für Donuts fast wichtiger als die Fritteuse selbst, denn schon 10 °C zu viel oder zu wenig ändern das Ergebnis deutlich. Wer im Topf frittiert, braucht eines mit Clip: Frittierthermometer ansehen*. Welche Öle hitzestabil sind, erklärt Fritteuse Öl.
Zubereitung
- Teig kneten: Mehl, Hefe, Zucker, Vanillezucker und Salz mischen. Milch, Ei und Eigelb zugeben und 5 Minuten kneten, dann die Butter in Stücken einarbeiten und weitere 5–7 Minuten kneten, bis der Teig glatt ist und sich vom Schüsselrand löst.
- Erste Gehzeit: Abgedeckt an einem warmen Ort 60–75 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- Ausrollen und ausstechen: Den Teig auf wenig Mehl 1,5 cm dick ausrollen. Ringe mit 8 cm Außen- und 3 cm Innendurchmesser ausstechen, alternativ mit einem Glas und einem kleinen Spritzbeutelaufsatz. Reste einmal neu verkneten und ausstechen.
- Zweite Gehzeit: Jeden Donut auf ein eigenes Quadrat Backpapier setzen, abdecken und 30–45 Minuten gehen lassen. Sie sind bereit, wenn eine leichte Fingerdelle langsam zurückfedert.
- Öl erhitzen: Das Öl in der Fritteuse oder einem hohen Topf auf 170 °C erhitzen. Der Topf darf höchstens zu einem Drittel gefüllt sein.
- Frittieren: Die Donuts mit dem Backpapier nach unten einlegen, das Papier nach wenigen Sekunden mit einer Zange herausziehen. Je Seite 60–90 Sekunden goldbraun frittieren und nur 2–3 Stück gleichzeitig ins Öl geben, damit die Temperatur nicht absackt.
- Abtropfen: Auf einem Gitter über Küchenpapier abtropfen und 10 Minuten abkühlen lassen.
- Glasieren: Puderzucker mit Milch zu einer dickflüssigen Glasur verrühren oder Kuvertüre schmelzen. Die Oberseite der lauwarmen Donuts eintauchen, abtropfen lassen und sofort mit Streuseln bestreuen.
Wichtig: Heißes Öl nie unbeaufsichtigt lassen und einen Fettbrand niemals mit Wasser löschen. Deckel auflegen, Hitze aus. Mehr dazu unter Fettbrand löschen.
Die richtige Temperatur liegt bei 165–175 °C. Ist das Öl kühler, saugen die Donuts Fett auf und werden schwer, ist es heißer, bräunen sie außen, bevor der Teig innen gar ist. Werte für anderes Frittiergut stehen bei der Frittiertemperatur.
Variante in der Heißluftfritteuse
In der Heißluftfritteuse werden Donuts eher wie ein weiches Hefegebäck, nicht wie frittiert – lecker, aber ohne die typische Kruste. Die gegangenen Ringe dünn mit geschmolzener Butter bepinseln, auf gelochtem Backpapier bei 160 °C 6–8 Minuten backen und noch warm erneut mit Butter bestreichen. Danach in Zimtzucker wälzen oder glasieren. Eine Übersicht zu Backtemperaturen findest du in der Tabelle Garzeiten Heißluftfritteuse, Rührteig-Gebäck ohne Gehzeit unter Muffins in der Heißluftfritteuse.
Fehler und Lösungen
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Donuts fettig und schwer | Öl zu kalt, zu viele auf einmal | 170 °C halten, nur 2–3 Stück gleichzeitig |
| Außen dunkel, innen teigig | Öl zu heiß, Teig zu dick | Temperatur senken, 1,5 cm Dicke einhalten |
| Kein heller Streifen | Zu wenig gegangen | Zweite Gehzeit verlängern |
| Donuts fallen zusammen | Zu lange gegangen | Fingerprobe machen, früher frittieren |
| Donuts verformt | Beim Hochheben vom Brett gedehnt | Auf Backpapier-Quadraten gehen lassen |
| Glasur läuft ab | Donuts zu heiß, Glasur zu dünn | Abkühlen lassen, mehr Puderzucker |
Aufbewahren und Aufwärmen
Donuts schmecken am Tag der Zubereitung am besten. In einer Dose halten sie sich 1–2 Tage, werden aber zunehmend fester. Unglasierte Donuts kannst du einfrieren und nach dem Auftauen bei 150 °C 2–3 Minuten in der Heißluftfritteuse aufwärmen, dann frisch glasieren. Das abgekühlte Frittieröl lässt sich filtern und für weiteres Süßgebäck wiederverwenden.
Mit demselben Teig ohne Loch ausgestochen und gefüllt entstehen Berliner selber machen. Wer zum Brunch auch Herzhaftes servieren will, findet passende Zeiten unter Eier in der Heißluftfritteuse garen. Mehr Rezepte für Öl- und Heißluftfritteuse sammelt die Übersicht Heißluftfritteuse Rezepte.
Häufige Fragen
Bei welcher Temperatur frittiert man Donuts?
Bei 165–175 °C, ideal sind 170 °C. Pro Seite reichen 60–90 Sekunden, bis die Donuts goldbraun sind.
Kann man den Donutteig am Vortag vorbereiten?
Ja. Den gekneteten Teig abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen, am nächsten Tag ausrollen, ausstechen und die zweite Gehzeit bei Raumtemperatur etwas verlängern.
Welches Öl eignet sich für Donuts?
Ein geschmacksneutrales, hitzestabiles Öl wie raffiniertes Rapsöl, High-Oleic-Sonnenblumenöl oder Erdnussöl. Natives Öl ist ungeeignet, weil es bei Frittiertemperatur zu rauchen beginnt.
Passend dazu
- Berliner selber machen
Gefüllte Krapfen mit hellem Rand.
- Quarkbällchen selber machen
Schnelle Bällchen ohne Hefe.
- Churros selber machen
Spanisches Spritzgebäck aus dem Öl.
- Frittieröl filtern
Frittieröl sauber filtern und weiterverwenden.